Unterwarnow im Rostocker Petriviertel

In den letzten Wochen war es angeltechnisch auf Grund eines Umzug etwas ruhiger. Da wir jetzt aber beide in Rostock wohnen, war es natürlich Pflicht sich eine Angelkarte für die Unterwarnow zu holen.

Urban-Fishing

under the bridge of town..

Nach unserem ersten Anlauf an der Warnow in Groß Klein, haben wir uns für einen zweiten Anlauf den Schonbezirk unterhalb des Mühlendamms im Bereich des Petriviertels ausgesucht. In diesem Bereich der Unterwarnow ist das Angeln mit Mehrfachhaken nicht gestattet, da hier mehrere Zuläufe (Carbäk, Kiesgrube) in die Warnow einmünden.

Leider ist der Abschnitt unter bzw. zwischen den Brücken sehr stark mit Müll verunreinigt. Die Rostocker Dorfjugend versammelt sich hier offenbar regelmäßig und scheint den Sinn von Mülleimern ebenso wenig zu kennen wie die Bedeutung des Wortes Umweltschutz.

Wettergeschützt die Ruten arbeiten lassen

hin und wieder war das Wetter gnädig

Wir haben es uns dann direkt neben dem Ruderverein der Universität Rostock gemütlich gemacht und unsere Ruten ausgebracht. Durch die Wohnhäuser im Rücken ist dieser Platz ein bisschen windgeschützt und der Spazierweg ist auch einige Meter entfernt.

Neben einer Grundrute mit Tauwurm haben wir auch unsere neuen Brothaken ausprobiert, die mit einem kleinen Drahkäfig um den Haken versehen sind, damit das Brot besser hält.

Obwohl der Wind uns wieder ziemlich nervte (ja, dieser Sommer macht SO wirklich Spaß..), hatten wir an der Brot-Rute relativ schnell 2 schöne Rotaugen am Haken. Nachdem unser Sonntagsbrötchen-Teig aufgebraucht war haben wir ca. 2 Wochen alten Mais (mittlerweile war es eher Maisgrütze) auf den Haken gezogen. Auch damit hatten wir gleich wieder Erfolg.

„hier..feinste Plötze“…“mit schwarz’n Punkt’n?“

kleine Saugwürmer (Trematoden) auf einem Rotauge

Einer der Fische war dabei fast komplett mit kleinen schwarzen Punkten bedeckt. Laut Recherche handelt es sich dabei um Saugwürmer, die sich an der Außenseite des Fisches festsetzen und scheinbar recht weit verbreitet sind. Für den Menschen und beim Verzehr sind diese Tierchen aber wohl ungefährlich.

Auf der Grundrute gab es leider nur ein paar Zupfer und Rupfer, landen konnten wir hier nichts. Auch unsere Versuche mit Dropshot / Jig und Spinnerbait blieben leider ohne Ergebnis. Schieben wir es einfach aufs Wetter!

Schön, aber stark frequentiert

Leider ist es in diesem Bereich auf Grund der Nähe zur wohl am meisten befahrenen Straße in ganz Rostock mit der Stille nicht so weit her. Bei gutem Wetter ist außerdem mit relativ viel Verkehr auf der Warnow (Paddler, Ruderer und Motorboote) zu rechnen. Positiv ist aber die sehr gute Erreichbarkeit mit dem Auto und die Lage. Für eine Nachtangel-Session an der Unterwarnow haben wir uns diesen Platz schonmal vorgemerkt.

Wir werden die Warnow in den kommenden Wochen noch weiter erkunden. Sobald das Wetter besser wird werden wir uns mal den Bereich um den alten Fähranleger Langenort ansehen und austesten.

am Ufer gibt es eine Steinschüttung, die relativ Steil abfällt
Blick auf das Wehr am Mühlendamm
Zwischen Auto- und Straßenbahnbrücke gibt es auch einige gute Angelplätze
Angelplatz, Blickrichtung Vorpommernbrücke
Blick auf die Vorpommernbrücke aus Richtung Süden
die Entfernung zum anderen Ufer schwankt schätzungsweise zwischen 20-60m
Blick auf die Gabelung, rechts zum Wehr, links zur Schleuse Mühlendamm
Blick vom Wehr Mühlendamm flussabwärts
Bissanzeiger in Wal-Größe
Angelbeute auf Schlonzmais
Lazy-Angeln
die Fließrichtung der Warnow variiert..mal stromaufwärts, mal stromabwärts..
an der Angelstelle gab es kaum Uferbewuchs, aber gefühlt fiel der Grund in Richtung Flußmitte stark ab
Rotauge auf Regenschirm

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.