Plötze / Rotauge

Die Plötze, oft auch als Rotauge bezeichnet, ist wohl die am weitesten verbreitete Weißfischart in unseren Gewässern. Egal wo wir geangelt (und auch etwas gefangen haben), eine Plötze war eigentlich immer dabei.

Wie bestimmen?

Die Plötze ist wie ein klassischer „Fisch“ geformt und hat silberne, manchmal auch etwas ins bräunlich/grünlich abdriftende Schuppen. Die Augen sind meistens orange bis rot unterlaufen (daher der Name Rotauge), die Flossen sind rot. Die Plötzen können mit den Rotfedern verwechselt werden, das Unterscheidungsmerkmal aus dem Lehrbuch ist hier der Ansatz von Rücken- und Bauchflossen. Verbindet man diese mit einer Linie, ist sie bei der Plötze senkrecht und bei der Rotfeder geneigt (die Rückenflosse steht etwas zurück).

Plötze
Plötze und eine vollgeschleimte Hand

In der Praxis ist aber für uns das auffälligste Merkmal, dass die Plötzen eher silberne Schuppen, die Rotfedern hingegen eher bronze- bzw. goldfarbene Schuppen haben. Die Rotfeder wirkt im Gegensatz zur Plötze einfach „wertiger“. 🙂
Wie bei vielen anderen Weißfischen, ist die Plötze meistens mit einem Schleimfilm überzogen, der ziemlich „fischig“ riecht. Nach dem Anfassen also am besten immer gleich die Hände abwaschen.

Wie fangen?

Je nach gewünschter Größe kann man Plötzen mit vielen einfachen Methoden an Land bekommen. Kleinere Fische lassen sich oft mit der Senke oder mit einem kleinen Haken und etwas Brotteig an der Stippe oder einer Leine fangen. Bei gutem Wetter kann man die Schwärme meist im Wasser erkennen und gezielt abfischen.

Plötze in Frikadellengröße

Für größere Exemplare bietet sich eine Posenmontage mit den klassischen Weißfischködern Brotteig, Mais oder lebende Köder wie Maden oder Würmer an.
Je nach Gewässer kommt es bei den jeweiligen Ködern natürlich auch zu Beifängen. Würmer und Maden können z.B. auch Barsche zum Biss animieren. Auf Teig und Mais beißen auch Brassen, Güstern und Rotfedern.
Aber am Ende ist doch jeder Fisch, ein guter Fisch!

 

Wie verwenden?

Kleinere Rotaugen werden gern als Köderfische verwendet. Einige Angler legen sich regelrechte Vorräte an, denn die Fische halten sich im Tiefkühlfach sehr lange.

Barsch, Plötze
lecker schmecker Fisch..3 Barsche und 1 Plötze

Größere Fische können auch verzehrt werden. Das Fleisch schmeckt sehr mild und angenehm, allerdings ist es, wie bei vielen Weißfischen, stark von Gräten durchzogen.

Wir haben bisher erst einmal Plötze gegessen (gebraten, siehe ganz rechts in der Pfanne). Vom Geschmack her wirklich sehr gut, aber die Gräten haben dann doch etwas genervt. Man soll die Gräten durch Einlegen o.ä. auch „auflösen“ können. Ansonsten gibt es noch die Möglichkeit der Fischfrikadelle.
Die beiden letzteren Optionen haben wir jetzt noch nicht probiert, wird aber sicher nochmal nachgeholt.

Unser Senf

Wie eingangs schon erwähnt gibt es Plötzen quasi überall. Somit immer eine gute Option um nicht „Schneider“ nach Hause zu gehen. Größere Fische kann man auch mal in der Pfanne zubereiten. Zumeist wird man Plötzen aber wieder zurücksetzen, wenn man sie nicht als Köderfisch verwenden möchte.

Endständiges Maul, Flossenansatz für Rücken- und Bauchflossen etwa auf gleicher Höhe
den Köder eingeatmet
Würmer und Maden werden von Plötzen immer gern genommen