Nachtangeln an der Unterwarnow

Nachdem wir den Fähranleger in Langenort bereits in der Vergangenheit als guten Platz fürs Nachtangeln ausgemacht hatten, haben wir uns ein paar Freunde aus Lübeck und Hamburg eingeladen und uns dort an einem Augustabend über Nacht niedergelassen.

Das Lager zum Nachtangeln wird errichtet

Feuerstelle und Unterschlupf

Nach dem zusammentreffen haben wir zunächst unser Sack und Pack an den Zielort verfrachtet und unser Lager mit Windschutz, Feuerstelle / Grill usw. aufgebaut. Verpflegung und Feuerholz haben wir uns selbstverständlich mitgebracht.

Auf Grund der Gegebenheiten lässt sich hier leider fast nur auf Grund angeln und der Platz zum Auswerfen ist leider auch nicht unerschöpflich. Zur Spitzenzeit hatten wir 13 Ruten im Wasser. Beködert mit allem was die Fantasie so hergibt: Köderfisch, Fischfetzen, Tauwurm, Bienenmade, Fleischmade, Rotwurm.

ein Brassen in Tellergröße

Der erste Fang

Es dauerte dann auch nicht lang und wir hatten den ersten Fisch am Haken. In Anbetracht des leichten Überhangs an verführerischen Weißfischködern verwundert es wenig: es war ein Brassen. Gebissen hat er auf einen Tauwurm. Nur kurze Zeit später ging uns noch ein zweiter dieser Gesellen ins Netz, ähnlich groß und ebenfalls hungrig auf Tauwurm. Beide Fische setzten wir zurück, aber die Fänge gaben uns einen erheblichen Motivationsschub! Ansonsten herrschte Flaute, was uns aber erstmal egal war. Wir hatten schönes Wetter, einen Grill und Verpflegung. Kurzum: Wir genossen den Abend und die Dämmerung.

Sonnenuntergang..schöööööön

Bilderbuch-Sonnenuntergang: Wir machen uns Nacht-klar

Zum Abschluss des Tages wurden wir mit einem schönen Sonnenuntergang über dem Westufer der Warnow belohnt..hach war das schön!

Die Bäuche waren voll und wir packten uns ein wenig ein für die Nacht. Die Kopflampen wurden aufgeschnallt und das Lagerfeuer angefacht. Weitere Bisse konnten wir nicht verbuchen, doch insbesondere auf den Grundruten mit geflochtener Schnur gingen die in die Schnur gehängten Bissanzeiger auf und ab (durch die Strömung). Dies kann durchaus irritierend sein, man sollte also bei starker Strömung entweder keine geflochtene Schnur zum Grundangeln verwenden, oder die Glöckchen an der Rutenspitze befestigen.

Beute in der Nacht

Aland an Tauwurm an Hölzl

Neben vielen Bissen und abgeknabberten Naturködern hatten wir dann kurz nach Mitternacht einen weiteren Fang zu verzeichnen: einen Aal! Dieser hatte Appetit auf Bienenmade. Kurze Zeit später ging uns auch ein Aland auf einen Tauwurm ins Netz. Beide Fische hatten eine akzeptable Größe und wurden für die Verwertung in der Küche mitgenommen. Die Kontrolle der Köder und das erneute Auswerfen gelang uns trotz Dunkelheit und begrenztem Platz relativ gut. Bei 13 Ruten würde man eigentlich mit mehr Problemen rechnen.

die Sonne geht auf…um 1 Uhr nachts??

Glühbirne am Nachthimmel

Für den Rest der Nacht gab es wenn überhaupt nur noch zaghafter Zupfer. Ursache dafür mag der Mond gewesen sein, der mit der Leuchtkraft eines Flutlichtmasts(!) unseren Angelplatz erhellte.

So schlugen wir uns durch die Nacht, ohne dass uns noch ein weiterer Fisch an den Haken ging. Mit Anbruch des nächsten Tages wurde das Lager dann schrittweise abgebaut und gegen 9:00 Uhr traten wir dann, vertrieben vom wieder auffrischenden Wind und deutlich schlechterem Wetter als am Vortag endgültig den Heimweig an.

Dennoch hatten wir viel Spaß und werden auch in Zukunft sicher wieder Ausflüge zum Nachtangeln unternehmen.

 

unser Lager
unser kleiner Windschutz, Blick Richtung Westufer
Gemütlichkeit ist das A und O
das Wetter hat gepasst (naja etwas Wind..wie immer!)
der erste Fang des Tages
der zweite Fang des Tages
unser Ruten-Arsenal
die Schwäne machen sich auf ins Nachtlager
Bilderbuch-Sonnenuntergang 😀
nu isse Weg
Knicklichter als Bissanzeiger
die eine Sonne ist weg, die Trinkersonne geht auf
erster Fang in der Nacht: Aland
...hat den Tauwurm gar nicht ganz runterbekommen
zweiter Fang: ein Aal (ja, das Foto ist richtig mies..)
Gloth-Berg..dödödö..Gloth-Berg..dödödö..Gloth-Berg..
Ein Meteor? Eine Sternschnuppe? Nein..der Vollmond..
der nächste Morgen..
der Wind wurde deutlich stärker..typisch 2017..
Zeit zum Aufbruch
der fangfrische Aal
...küchenfertig

 

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