Barsch

Der Barsch ist in unseren Gewässern der wohl am meisten verbreitete Raubfisch. Er kommt meist in Gruppen vor und ist bekannt für seine AggressivitätEs ist nicht ungewöhnlich, dass Barsche auf Köder beißen die so groß sind wie sie selbst.

Wie bestimmen?

Der Körper der Barsche ist leicht gedrungen und hat eine geteilte Rückenflosse. ACHTUNG: Den vorderen Teil stellen sie bei Gefahr auf, da er von Stacheln durchzogen ist. Beim Greifen also immer von vorn über den Kopf greifen und die Rückenflosse dann Richtung Rücken andrücken.
Außerdem haben sie einen spitzen Dorn auf dem Kiemendeckel, auch hier ist Vorsicht beim Greifen geboten.

Die Färbung des Schuppenkleids erinnert an einen militärischen Tarnanzug (schwarze vertikale Streifen auf grünlichem Untergrund), was als Räuber ja durchaus Sinn ergibt, oder? 🙂
Die Bauch-, After- und Schwanzflossen sind rötlich gefärbt.

Wie fangen?

Barsche beißen auf alles was sich im Wasser auffällig bewegt und von der Größe her ins Beuteschema passt. Sie gelten als „Augenräuber“, d.h. sie werden bei der Jagd vor allem durch optische Reize zum Biss verleitet. Gut geeignet sind daher Blinker, Spinner und aktiv geführte Gummifische für die Action-Angler.
Als sehr erfolgreich hat sich auch das Angeln mit der Dropshot-Montage erwiesen, aber auch mit Wurm/Made an einer Posenmontage hat man gute Chancen.

Bisher haben wir die Erfahrung gemacht, dass die Raubfische, zu denen der Barsch ja zweifelsfrei gehört, vor allem dämmerungsaktiv sind bzw. dort lauern wo Deckung in Form von Schilf oder überhängenden Bäumen existiert.
Dass die Räuber aktiv sind merkt man daran, dass das Plätschern am See immer häufiger zu hören ist.
Unmittelbar vor Wetterumschwüngen haben wir schon einige Male regelrechte „Hetzjagden“ erlebt, bei denen die Kleinfische auf der Flucht vor den Räubern das Gewässer für einige Sekunden regelrecht zum Kochen gebracht haben.

Wie verwenden?

Das Fleisch ist sehr schmackhaft und nur von wenigen Gräten durchzogen. Daher werden Barsche ab einer bestimmten Größe auch gern entnommen. Vor allem im Frühjahr sollte man die Fische aber auf einen ungewöhnlich dicken Bauch prüfen. Es handelt sich hier dann meistens nicht um einen Fisch mit gutem Appetit sondern um Weibchen die kurz vor der Eiablage stehen. Wir haben das in diesem Frühjahr bei einem Angelausflug in Warin gleich 2 mal erlebt. Wenngleich es für Barsche Stand heute keine Schonzeit gibt, sollte man diese Fische wieder zurücksetzen.

Um den Fisch küchenfertig zu machen gibt es einen sehr schönen Trick, bei dem der Fisch quasi „gehäutet“ wird. Wir werden hier bei Gelegenheit mal ein Video aufnehmen, bis dahin einfach mal bei Google suchen oder anhand der folgenden Beschreibung „versuchen“.

Barsch-Häuten
  1. Den Fisch von oben betrachtet an der vorderen Rückenflosse links und rechts leicht einschneiden (möglichst nur durch die Haut und nicht ins Fleisch) und den Schnitt entlang der Mitte bis zum Schwanz fortsetzen.
  2. Jetzt versuchen mit dem Daumen auf beiden Seiten zwischen Haut und Fleisch zu kommen und versuchen durch bohrend-wurschtelnde Bewegungen die Haut entlang der Flanken möglichst vollständig vom Fleisch abzulösen.
  3. Im Bereich des Afters versuchen zwischen beiden Seiten durchzugreifen, sodass man die Haut am Schwanz (nicht die Schwanzflosse selbst!) möglichst gut greifen kann.
  4. Dann mit einer Hand den Schwanz festhalten, mit der anderen die Haut fest packen und die Haut in Richtung Kopf ziehen. Dabei versuchen mit dem Daumen der Zug-Hand entlang der Mittelgräte bis zum Kopf zu fahren.
  5. Mit einem kräftigen letzten Ruck (oder mit brachialer Gewalt) dann mit der Zug-Hand den Kopf vom Rest abtrennen.
  6. Wenn alles richtig gelaufen ist, hat man jetzt in einer Hand die beiden Filets mit der Mittelgräte und den Rückenflossen, in der anderen eine Barschhaut mit Kopf und den gesamten Innereien.
  7. Die Rückenflossen lassen sich durch einen kleinen Schnitt am Ansatz gegen den Strich leicht abziehen.

Das erfordert etwas Übung und geht manchmal schwerer, manchmal leichter. Es ist aber unserer Meinung nach wesentlich einfacher und unkomplizierter als das „normale“ Entschuppen / Ausnehmen der Fische.

Unser Senf?

Barsche haben bei unseren Angelausflügen schon oft für den einen oder anderen Lacher gesorgt. Es ist einfach witzig, wenn der gefangene Fisch nur minimal größer ist als der verwendete Köder.
Dadurch dass Barsche in Gruppen vorkommen hat man beim Fang eines Fischs meistens auch Chancen auf weitere. Allerdings wandern Barsche auch viel im Gewässer umher. Dabei bewegen sie sich unserer Erfahrung nach meistens in der Nähe des Gewässergrunds. Drop-Shot und Posenmontagen haben sich für uns als die bisher fängigsten Methoden erwiesen.

Baby-Barschen schmecken Würmer auch schon
kleiner Barsch mit makelloser Färbung
Barsch, entschuppt
Barsch, bereit für die Pfanne
Barsch, gefangen mit Grundrute / Köderfisch
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Endstation Bratpfanne