Angeln im Januar für Hochmotivierte

schön..und kalt

Man nehme: motivierte Angler, einen Tag im Januar zur Morgendämmerung (7:00 Uhr), Temperaturen um den Gefrierpunkt.

Man nehme weiterhin möglichst: eine Thermoskanne Kaffee, 3 Paar Socken an den Füßen, 2 paar Handschuhe an den Händen, eine Mütze.

Man stelle sich ein auf: Eisschollen auf der Wasseroberfläche, keine Bisse, gefrorene Rutenspitzen und Schnur.

Was muss, das muss!

Blick zur Schleuse Mühlendamm

Ja, es ist schon etwas wahnwitzig, bei diesen Bedingungen angeln zu gehen. Aber es war Wochenende und es zog uns einfach ans Wasser. Mit tatkräftiger Unterstützung und bei Straßenbeleuchtung kamen wir dann am Angelplatz im Rostocker Petriviertel an. Nach einem großen Schluck Kaffee machten wir unsere Spinnruten bereit und machten die ersten Würfe.

Zugegeben: Wir wussten nicht so ganz, worauf wir uns da eingelassen hatten. Es wurde uns aber bald klar, als die Wassertropfen an der Schnur festfroren und wir nicht mehr einkurbeln konnten: es ist Januar..und es ist Winter. Auch die Finger und Füße wurden schnell kalt, sodass wir zwischen den Würfen ein bisschen am Ufer auf und ab wanderten.

Es ist kalt! Nach Hause zum Frühstück!

das Beton-Biotop

Wenngleich es auf und im Wasser immer mal wieder etwas Aktivität gab, machten wir uns nach ca. 2h langsam auf den Rückweg. Zum Abschluss gingen wir noch am U-förmigen Kanal entlang. Auf dem Weg sahen wir tatsächlich noch andere Verrückte mit einem Angelstock in der Hand. Wir sind nicht allein!

Die einzigen die bei diesen Bedingungen aber etwas fangen dürften sind wohl die vielen Wasservögel (Möwen, Kormorane und auch ein Graureier), die gemäß dem Motto „der frühe Vogel fängt den Fisch“ auch die Morgendämmerung nutzten, um sich ihr Frühstück zu beschaffen. Den Graureier konnten wir auf dem Rückweg sogar noch bei einem Ansitz an einer Brücke beobachten.

 

Wenn doch nur schon Frühling wäre…

 

Morgendämmerung
es ist ca. 7:30 Uhr
kaum Bewegung im und am Wasser
es wird langsam hell
Graureier-Suchbild

 

 

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